Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Laser kommt bei der Behandlung zum Einsatz?

Ein Nd:YAG Laser, der für die Benutzung im vorderen und hinterem Augenbereich z.B. der Glaskörperkammer optimiert wurde, wird für die Laser-Floater-Behandlung empfohlen. Um den Floater und das "Ziel" besser zu visualisieren, müssen die optische Achse der Laserlichtquelle und des Augenarztes auf einer Achse positioniert sein. Die meisten handelsüblichen YAG-Laser benutzen im Gegensatz zu anderen einen kleineren Lichtwinkel. Diese Laser sind sehr gut für die Behandlung am vorderen Auge geeignet und sind auch für die Behandlung der Glaskörperkammer konzipiert. Für den Augenarzt ist es jedoch schwierig, die Floater zu visualieren (und zu erkennen).

Was passiert während der Floater Behandlung?

Es ist wichtig zu wissen, dass die vom Laser freigesetzte Energie während der Laser-Floater-Behandlung nicht einfach den Floater in kleine Stücke zerteilt. Im Gegenteil, die Laserenergie wandelt das Floatermaterial in ein Gas um, welches vom Auge wieder aufgenommen wird.

Indem dem Patienten ein Kontaktglas auf dem Auge platziert wird, ist der YAG-Laser auf die vordere Oberfläche des Floater ausgerichtet. Der Laser stößt Energie in Impulsen von 3 Nansosekunden (0,000000003 Sekunden) aus und erzeugt eine kleine Plasmablase. (Plasma ist der vierte Aggregatszustand nach 1. fest, 2. flüssig, 3. gasförmig und entsteht, wenn die Elektronen aus ihrer gewohnten Umgebung gedrängt werden und ein energiereicher Aggregatszustand entsteht.) In diesem Prozess wird das behandelte Floatermaterial in eine kleine Gasblase umgewandelt.

Inwiefern beeinträchtigen Floater die Sehschärfe?

Anders als bei der LASIK-Sehschärfekorrektur, die die Sehschärfe verbessern soll, zielt die Laser-Floater-Behandlung auf die Verbesserung der Sehqualität ab. Vielleicht kennen Sie schon die Sehtesttafeln, die benutzt werden, um die Sehschärfe zu vergleichen und zu messen. Die so genannte "Snellen-Tafel" ist am meisten verbreitet: Sie besteht aus einer Buchstabenreihe oder Buchstaben und Zahlen, wobei die größten ganz oben abgebildet sind. Je weiter Sie in der Tafel nach unten gehen, umso kleiner werden die Buchstaben. Dieser Test bewertet die zentrale Sehschärfe des Patienten. Es gibt auch noch andere Testbereiche, die das periphere Sehvermögen sowie das Farbsehvermögen testen. Diese sind aber schwieriger zu testen und zu bestimmen.

In den meisten Fällen ist nach einer Behandlung keine Verbesserung der Sehschärfe (Snellen-Tafel) messbar. Die Optik des Auges ändert sich nicht durch eine Laser-Floater-Behandlung. Anstatt dessen zielt dieses Verfahren darauf ab, die visuellen Beeinträchtigungen, die durch das Vorhandensein des Floaters hervorgerufen werden, zu beseitigen. Dadurch wird eine bedeutende Verbesserung der Sehqualität erreicht.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Sehqualität nach einer LFT verbessert?

Patienten können im Durschnitt mit einer Verbesserung von 60-90% rechnen in Bezug auf das Volumen und/oder die Anzahl von Floatern nach einer Laser-Floater-Behandlung. Jedes Auge ist eben anders und es gibt eine Reihe von Variablen, die das Ergebnis der Behandlung beeinflussen können. Manche Floater z.B. befinden sich zu nah an der Netzhaut und können deswegen nicht sicher behandelt werden.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Mehrheit der Patienten zwei oder drei Behandlungseinheiten benötigen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Wie viele Floater können während einer Behandlungseinheit entfernt werden?

Die Anzahl der entfernten Floater richtet sich nach der/den Floaterform(en) und nach der Laserenergie, die für die Behandlung des/der Floater(s) notwendig ist, um das Floatermaterial in ein Gas umzuwandeln. Während der Behandlung überwachen wir die Intensität der verwendeten Laserenergie für jeden Impuls sowie auch die gesamte Energie, die während der Behandlung auf das Auge wirkt. Um eine sichere und effektive Behandlung mit minimalen Nebenwirkungen für den Patienten zu ermöglichen, wird die Behandlung beendet, wenn die Intensität der verwendeten Energie den zuvor festgelegten Rahmen übersteigt. Dann werden die verbleibenden Floater in einer nachfolgenden Behandlung entfernt/reduziert.

Was ist die Prämakuläre Bursa?

In den meisten Fällen befinden sich Floater im Glaskörper. Bei jungen Patienten können sie jedoch auch in der prämakuläre Bursa auftreten. Die prämakuläre Bursa ist ein anatomischer Raum zwischen dem Glaskörper und der Netzhaut. Diese Floater sind mikroskopisch klein, kommen dem Patienten jedoch recht groß vor, weil sie sich nahe an der Netzhaut befinden. Unglücklicherweise erschweren es die mikroskopische Größe und die Position, den Floater zu visualisieren und zu behandeln.

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