Behandlungsrichtlinien

Klinische Studien haben belegt, dass die Laser- Floater- Behandlung (LFT) ein wirksamer Behandlungsansatz für Glaskörperstränge und -trübungen darstellt. Sie bietet auch ein hohes Maß an Patientenzufriedenheit. Wenn die Behandlung mit einem YAG-Laser durchgeführt wird, der speziell für den vorderen und hinteren Bereich geeignet ist, sind kaum Komplikationen oder Nebenwirkungen bekannt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit eines chirurgischen Eingriffs, wenn die LFT-Behandlung nicht erfolgreich war und die Floater wiederkehren sollten.

Dr. med. John Karickhoff, USA, hat das Verfahren mehr als 5.000 mal durchgeführt und berichtet eine Erfolgsquote von 90%. In einer niederländischen Studie von Dr. med. Cees van der Windt und Kollegen, wurden 100 Augen mit mehr als neun Monate bestehenden glaskörperabhebungbedingten Floatern mit LFR (n=65) oder Pars-Plana-Vitrektomie (n=35) behandelt. Sowohl die LFR als auch die Vitrektomie Gruppe verzeichneten eine Verbesserung der Sicht von 80% bzw. 90%. Eine Nachbeobachtung von acht Jahren zeigte keine Komplikationen bei Patienten der Laser-Vitreolyse. Diese Ergebnisse bestätigen eine von zwei Studien mit kleiner Fallzahl von Tsai et al. und Toczolowski et al aus den 1990er Jahren. In beiden Studien wurde eine fast 100 %-ige Entfernung der Floater mit der Laser-Vitreolyse erzielt und keine intra- oder post-operativen Komplikationen bei keinem Patienten berichtet.

Trotz der vielen Vorteile wird LFT während des Medizinstudiums nicht unterrichtet, da Floater als gutartig angesehen werden und keine Behandlung erfordern. Augenärzte betrachten die Entfernung von Floatern als nicht notwendig. Hinzu kommen technische Einschränkungen der herkömmlichen YAG-Laser-Technologie, die eine eingeschränkte Sicht des Glaskörpers bietet, was die Sicht und Behandlung von Glaskörpersträngen erschwert. Diese herkömmlichen YAG-Lasern erfordern auch hohe Energielevel, was ein erhöhtes Risiko von Schäden am umliegendem Gewebe oder Nebenwirkungen wie Kataraktbildung oder Anstieg des Augeninnendrucks mit sich bringt. Folglich wird LFT nicht flächendeckend praktiziert und nur von wenigen Augenärzten angewandt.

Die folgenden Richtlinien wurden den Augenärzten, für die die Laser-Floater-Behandlung neu ist, bereitgestellt, um das Verfahren besser zu verstehen und wird nur zu Informationszwecken bereitgestellt. Es liegt in der Verantwortlichkeit des behandelnden Arztes, sich mit den neusten empfohlenen Techniken vertraut zu machen.

Verfahrensrichtlinien
Auswahl der Patienten

  • Die Laser-Floater-Behandlung ist sehr ratsam bei Glaskörpersträngen und -trübungen der Weiß-Ring Form, die durch eine hintere Glaskörperabhebung hervorgerufen werden. Da diese Stränge und Trübungen faserartig sind, absorbieren sie die Laserenergie gut und können noch effektiver aufgespalten werden. Darüber hinaus befinden sie sich in sicherem Abstand zur Augenlinse und Netzhaut.
  • Behandeln Sie nicht diffuse, schleierhafte Synäresen von Glaskörpersträngen oder -trübungen. Diese sind viel schwieriger zu visualisieren und zu behandeln. Die Behandlung dieser Stränge/Trübungen sollte nur dann durchgeführt werden, wenn hinreichende Erfahrung mit der Laser-Floater-Behandlung gesammelt wurde.

Zu verwendende Energie; Anzahl der Impulse; Anzahl der Schüsse

  • Da die Laserenergie, die bei einer Laser-Floater-Behandlung eingesetzt wird mehrere optische Medien durchdringen muss, als bei einer Kapsulotommie Behandlung, wird folglich mehr Energie als in einer Standard YAG-Laser Behandlung benötigt. Unabhängig davon, beginnen Sie immer mit einem niedrigen Energieniveau und titrieren sie nach oben, bis Sie einen erkennbaren optischen Durchbruch und die Aufspaltung des Glaskörperkollagens wahrnehmen.
  • Beginnen Sie die Behandlung mit einem einfachen Impuls pro Schuss. Setzen Sie die Energie auf ein Minimum Niveau, welches erforderlich ist, um den optischen Durchbruch im Glaskörperraum (normalerweise 3-4 mJ) zu erzielen. Die meisten Behandlungen können mit 5 mJ pro Shot durchgeführt werden. Es ist nicht unüblich für Chirurgen, ein höheres Energieniveau von ca. 8-10 mJ einzusetzen. Es ist besser, das Niveau anzuheben, als auf einem bereits höheren Niveau zu starten.
  • Es wird mehr Energie benötigt, wenn der Floater tief im hinteren Teil des Glaskörpers sitzt. Zum Beispiel kann der gleiche Floater im vorderen Glaskörper mit 4 mJ aufgespalten werden, in der Glaskörpermitte mit 5 mJ und im hinteren Glaskörper mit 6 mJ.
  • Die Anzahl der benötigten Schüsse richtet sich nach der zu behandelnden Floaterform. Für Ärzte, die mit dem Einsatz dieses Verfahrens gerade erst begonnen haben wird empfohlen, die Anzahl der Schüsse während einer Behandlugnseinheit auf 300-400 Schüsse zu begrenzen, bei einfachem Impuls (Bemerkung: Sehen Sie dazu auf den Impulszähler auf dem Bedienfeld des Lasers). Denke Sie daran: Sie können den Patienten auch in mehreren Sitzungen beha
  • Es gibt keine Grenze für die maximal zu verwendende Energie oder die Anzahl der Schüsse, jedoch begrenzen die meisten Ärzte eine Behandlungseinheit auf 1000 Schüsse. Dies resultiert daraus, dass nach einer Menge von Schüssen, die entstandenen Gasbläschen die Sicht verschlechtern/behindern.
  • Es ist wichtig zu wissen, dass es eine nicht-lineare Beziehung existiert zwischen der vermehrten Verbreitung der Energie im Auge und den Energieeinstellungen im Laser. Mit anderen Worten, ein Erhöhen der Energie von 5 mJ auf 10 mJ verdoppelt nicht die ausgestoßene Energie, anstatt dessen findet hier nur ein Anstieg von ca. 40% statt. Diese nicht-lineare Beziehung erlaubt es, höhere Energieeinstellungen bei der Laser-Floater-Behandlung zu benutzen.

Sicht und Zielstrahl

  • Es ist wichtig, einen angemessenen Abstand von mehr als 3-4 mm von der Linse und mehr als 3-4 mm von der Netzhaut einzuhalten. Dies wird als "Sicherheitszone" bezeichnet. (Bemerkung: Wenn Sie beginnen, ziehen Sie in Betracht, einen größeren Sicherheitsabstand einzuhalten und behandeln Sie nur im zentralen Drittel des Glaskörpers und vermeiden Sie immer, in Richtung der Makula zu gehen).
  • Wenn der Zielstrahl nicht klar im Fokus liegt, vermeiden Sie es, den Strahl auszulösen. Wenn Sie Zweifel haben, fokussieren Sie sich auf die Glaskörperstränge und -trübungen und ziehen Sie den Joystick leicht zurück: Dies ermöglicht es Ihnen, die beiden Zielstrahlen klar zu visualisieren, bevor Sie diese wieder zu einem Punkt verschmelzen lassen.
  • Wenn sich das System im Axialmodus befindet, kann das rote Leuchten es erschweren, die Zielstrahlen zu visualisieren. Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie sich nicht in der Nähe von anderen Strukturen befinden, dass z.B. die Netzhaut nicht im Fokus liegt, ist es in Ordnung, auf den Floater zu schießen, wenn Sie bereits genügend Erfahrung gesammelt haben. Sie können auch das System auch auf außeraxialen Modus stellen, und das rote Leuchten zu minimieren und mehr Kontrast zu erlangen, was Ihnen dabei helfen kann, die Zielstrahlen und die Floater besser darstellen zu können.
  • Es kann sein, dass der Glaskörperstrang sich bewegt oder seine Position verändert während der Laser-Floater Entfernung. Dies wird durch die Schockwellen hervorgerufen, die mit jedem Shot erzeugt werden. Wenn Sie direkt auf einen mobilen Floater feuern, warten Sie immer darauf, dass er wieder in eine ruhende Position kommt, bevor Sie mit der Behandlung fortfahren. Dies verhindert, dass unnötige Energie auf das Auge einwirkt.

Anweisungen zur Behandlung

  • Wenn mehrere Floater vorhanden sind, beginnen Sie mit der Behandlung zunächst im vorderen Glaskörper und gehen dann schrittweise nach innen. Dies ermöglicht es Ihnen, solche Floater zu entfernen, die Ihre Sicht auf die Strukturen im hinteren Glaskörper behindern. Versuchen Sie ebenso, von oben nach unten zu behandeln, da die Gasbläschen Ihnen die Sicht auf höher gelegene Floater behindern, wenn Sie die unteren Floater zuerst behandeln. Es ist wichtig, dass die Floater zuerst behandelt werden, die am besten sichtbar sind.
  • Wenn der Floater sich über der Makula befindet und auch die Netzhaut im Fokus liegt, lösen Sie bitte keinen Laserstrahl aus. Wenn Sie sich unsicher sind hinsichtlich des Abstands zwischen dem Floater und der Netzhaut, bewegen Sie das Auge hoch und runter und versuchen Sie, die Position des Floater zu verändern.
  • Indem man das Auge nach oben und unten, rechts oder links bewegt, kann dies auch ein geeignetes Mittel sein, um die Floater in eine besser behandelbare Position zu bringen. Wenn sich ein Floater zu weit in der Peripherie der Kontaktlinse befindet, wird die Laserenergie nicht die notwendige therapeutische Wirksamkeit erzielen.

Empfohlene Kontaktgläser

  • Singh MidVitreous Kontaktglas (Volk)
  • Okular Karickhoff 21mm Vitreos Kontaktglas (Ocular Instruments)
  • Ocular Karickhoff Off-Axis Vitreous Kontaktglas (Ocular Instruments)
  • Ocular Peyman Wide Gield YAG Laser Kontaktglas (Ocular Instruments)
  • CGVL Vitrektomie Kontaktglas (Haag Streit)
  • CGPL Capsulotmy Kontaktglas (Haag Streit)

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